Die Karosserie überraschte zudem mit weiteren ungewöhnlichen Details. Die Motorhaube war seitlich, also in Fahrtrichtung, angeschlagen und ließ sich alternativ sowohl nach rechts, als auch nach links öffnen. Der Tank war ganz hinten im Heck platziert.
Dies ergab zwar eine sehr gute Gewichtsverteilung, über die Folgen bei einem Auffahrunfall von hinten muss man bei einem Prototyp ja nicht spekulieren. Für die Serie wäre das allerdings auch bei den Anfang der 50ern noch nicht so ausgeprägten Sicherheitsbestimmungen nur bedingt tauglich gewesen.
Insgesamt war die Karosserie klar und schnörkellos gezeichnet, auf Zierleisten und aufwändige Embleme wurde weitgehendst verzichtet. Die Türgriffe waren filigrane Haken, die Kofferraumklappe wurde mittels eines verhältnismäßig großen Griffs geöffnet, der zugleich den Tankstutzen beinhaltete. Eine Betankung war somit ohne Öffnen der Haube möglich.
Die Front zierte eine runde Plakette in Form eines Globus (ähnlich wie später beim TR 4A). Auf den Kotflügeln war oberhalb des Radausschnitts ein „Triumph“ Schriftzug und hinter dem Radausschnitt, auf Höhe der Radnabe eine Plakette mit einem „B“ angebracht. Anekdote am Rande: der Egozentriker Sir Black grübelte wohl, ob das ihm zu Ehren oder als Hinweis auf den Designer Belgrove gedacht war.
Doppelvergaser und höhere Kompression ergaben eine von 67 auf 72 PS (in manchen Angaben 73 PS) gesteigerte Version des bekannten 2,2 Liter Vierzylindermotors. Einer der Prototypen, der Wagen, über den wir sprechen (HKV 20), verfügte sogar über einen Querstromzylinderkopf! Ein Dreiganggetriebe mit Schnellgang rundete das Angebot ab. Dem 1.180 kg schweren Sportwagen traute man dank der strömungsgünstigen Gestaltung einen für damalige Verhältnisse moderaten Verbrauch und eine Höchstgeschwindigkeit im Bereich zwischen 135 und 145 km/h zu.
Zum Vergleich: ein Jaguar XK120 OTS, präsentiert 1948, kam mit seinem 3,4 Liter Sechszylindermotor auf rund 160 PS und eine Fahrleistung von ca. 200 km/h. Unfairer Vergleich? Der Jaguar kostete 998 GBP excl. Steuer, der Zielpreis des TRX lag bei 975 GBP excl. Steuer. Das wäre in der Serienfertigung noch nicht einmal ausreichend gewesen, um die enormen Investitionen zu decken. Dazu kam die Anfälligkeit der Automatiken und die darauf nicht vorbereiteten Service Möglichkeiten bei den Händlern.
Im Jahr 1951 wurde das Projekt TRX gestoppt und die zwei ausgestellten Prototypen verkauft. Belgrove erhielt von Sir Black einen neuen Auftrag, diesmal allerdings nicht mit Carte Blanche sondern klar umrissen: Konstruktion eines leichten Sportwagens, aufbauend auf vorhandene Baugruppen mit neuer, aber kosten- günstigen Karosserie (Budget für die neuen Pressformen max. 16.000 GBP), einer Höchstgeschwindigkeit von 90 mph (144 km/h) und einem Zielpreis von 500 GBP. Hier beginnt dann tatsächlich die TR Geschichte.